Kein Herz für Verbinder!

kein-herz-fuer-verbinder

Betrifft: Stellungnahme des RCDS und der HSG der Partei die PARTEI Regensburg

https://www.facebook.com/notes/rcds-regensburg/gemeinsame-pressemitteilung-der-fraktionen-rcds-und-die-partei-hochschulgruppe-r/1354045587987061

Wir distanzieren und hiermit von Bündnissen anderer Parteilisten mit dem RCDS oder anderen rechtsgerichten Hochschulgruppen!

Wir bewerten Verbindungen und Burschenschaften, unabhängig von ihrer Vielfältigkeit und Gliederungen in Corps/Turnerschaften/pflichtschlagend etc. vor allem unter dem Aspekt der NICHT VORHANDENDEN DISTANZIERUNG zum NS: Uns ist KEINE Verbindung untergekommen, die ihr deutschtümmelndes Verhalten vor und in den ersten Jahren des NS kritisierten. Vielmehr kommt es immer wieder zu Opfernarrativen von wegen „auch wir wurden zwangsaufgelöst“ – ein Blick in die Akten beweist allerdings die Beteiligung an Bücherverbrennungen und das Gebettel um Aufnahme in NS-Gremien und Beteuerungen, wie sehr man auf Linie sei.
Unser Problem mit aktuellen Verbindungen: Sie distanzieren sich nicht!!!! Sie finden ihren Elitescheiß geil und exkludieren andere aufgrund von willkürlich gewählten Kriterien (Geschlecht/ Abstammung/ Staatsangehörigkeit – letzteres bedeutet dabei aber schon, dass jemand mit deutschem Pass und türkischen Eltern aufgenommen werden könne, schützt aber nicht vor der Exklusion aufgrund anderer Kategorien). Intern kommt es oft zu sadistischen und/oder erniedrigenden Aufnahmeritualen (Fux-Dasein und manchmal die Bedingung eine linke Frau abzuschleppen um aufgenommen zu werden)  –  Mal von ihrem sexistischen Verhalten gegenüber Frauen abgesehen (Fragt mal Taxifahrer*innen nach ihren Erfahrungen: Wie Ware ins Taxi gesetzt, vollkommen fertig und besoffen…). Bevor jetzt wieder jemand aufschreit: Das kann man natürlich nicht auf alle pauschalisieren – qua ihrer Vielfältigkeit.
ABER wieso sammelt man sich unter dem Deckmantel der Verbindung, wenn einem die Kritik bekannt ist? Das allein ist auf einer persönlichen Ebene doch suspekt!

Durch die Versammlung unter diesem Deckmantel kommt es zu KEINER DISTANZIERUNG zu diesen Mechanismen, stattdessen zu einem Fortleben alter, ekelhafter Ismen!

Argumente wie „die nehmen auch Frauen auf“ oder „da sind auch Ausländer“ gehören in unseren Augen nicht beachtet, solange in den Verbindungen die Ausländer für „niedere Arbeiten“ und Frauen als „Biermädchen“ eingesetzt werden.

AUßERDEM:
Eine Koalition mit dem RCDS an sich ist zu verneinen!

Deshalb unsere Forderung an die Studierendenvertretungen:

 

 

Uniwahlen 2015 – Wieso die PARTEI HSG?

Es kandidieren: Lisa Dopke (StuRa und FSR Phil_Fuck), Juliane Bethmann (StuRa und FSR Phil_Fuck), Marius Lahme (FSR Phil_Fuck und StuRa) und Petjon Mata (StuRa).

Unser oberstes Ziel heißt: Universität überwinden.

Jeder kann das für sich selbst mit Inhalten (hoho) füllen – oder nicht.

Unsere tagespolitischen Ziele sind:

Mehr Zeit für Shopping! Vorlesungszeit auf die Nacht verlegen, damit man den ganzen Tag noch shoppen kann. Parallel dazu: Anwesenheitspflichten endgültig abschaffen!

Den Conti-Campus in ein Gefahrengebiet zu wandeln. Mit Mauer drum herum.

Der Sozialpsychologie an der Uni Hannover den Garaus machen: ABSCHAFFEN. ENDGÜLTIG.

Professoren befristen. Einen Ruf nur noch für 3 Monate ausgeben. (Damit fungieren wir als super Zulieferer für Helena Fürst, Anwältin der Armen.)

Für Heroin an der Uni! Wenn Gauloises Zigaretten verteilen darf, dann sollen Dealer auch Heroin verteilen dürfen. Oder Gras. Oder MDMA.

In der letzten Legislatur konnten wir mit folgendem aufwarten:

Wir haben versucht, die Sozialpsychologie abschaffen zu lassen und das durch den StuRa zu fordern. Der Antrag wurde von den Jusos leider gekapert und umgedreht. Also ein Misserfolg.

Die Prüfungsordnungen haben wir nicht verbrannt, dafür aber bei Glühwein geschreddert und trotzdem Antisemitismusvorwürfe eingefahren.

Inhaltsleere Listen wie die Siloten und Soloten, damit direkte Konkurrenten, waren zwei mal im StuRa anwesend. Wir haben dagegen eine 100% Anwesenheitsquote in StuRa und FSR.

Wir nehmen kein Blatt vor den Mund und freuen uns immer wieder auf Diskussionen mit unideologischen, inhaltsleeren Mitgliedern des RCDS… ah Verzeihung, der Campus Union.

Darüber hinaus haben wir euch mit einem wohl einzigartigen Adventskalender beglückt 🙂

Aus dem Facebook-Archiv. Zur PO-Schredderei

Wir müssen uns dann doch auch mal zur heutigen PO-Verbrennung äußern.
Die Vollversammlung hatte schon beschlossen, sich gegen die Verbrennung zu stellen und diese nicht zu unterstützen. Dies geschah ohne vorherige Rückfrage, obwohl Partei-Aktive den Antragstellern bekannt waren. So läuft das aber eben in der Politik und das ist auch okay. Schon bei der VV sagte unsere Vorsitzende, dass die Prüfungsordnungsverbrennung durch eine Prüfungsordnungsschredderei umgeändert werden würde – was u.a. an der Praktikablitiät liegt, einen Schredder schneller wegräumen zu können, als eine Feuerschüssel und die gewählten Partei-Mitglieder die anschließende StuRa-Sitzung wahrnehmen wollen.
Ferner gab es auch schon Antisemitismusvorwürfe.

Heute hat dann der Studierendenrat Geschichte heute folgende Stellungnahme veröffentlicht:

„Der Studierendenrat Geschichte findet das Bemühen der HSG der Partei die PARTEI sich in der Hochschulpolitik zu engagieren lobenswert.
Allerdings distanziert sich der Studierendenrat Geschichte vehement von der Form des geplanten Protestes.
Wir erachten es als äußerst fragwürdig, dass an einer Universität, die gerade ihre NS-Vergangenheit aufarbeitet, wieder einmal Schriften verbrannt werden sollen.
Die HSG der Partei die PARTEI, versteht sich zwar als Satire, doch greift sie immer wieder in hochschulpolitische Prozesse ein, die für viele Student_innen bedeutende Auswirkungen auf ihr Studium haben.
Wir verstehen die Hochschulpolitik als ein ernstzunehmendes Beschäftigungsfeld, welches durch die Handlungen der Professor_innen, Lehrenden und der Hochschulleitung jeden Tag ad absurdum geführt wird.
Wir empfinden diese tägliche Missachtung studentischer Interessen und Bedürfnisse als genug Realsatire, sodass keine studentische Gruppe, aus bloßer Resignation auf dieses Mittel zurückgreifen muss. Der Studierendenrat Geschichte macht es sich zur Aufgabe diese verloren Seelen wieder einzufangen.
Des weiteren rufen wir zur Zerschneidung der Prüfungsordnungen mittels Aktenvernichter auf und fordern das gewonnene Rohmaterial zu recyclen.“

Der Studierendenrat kann von der Aktion halten, was er will, dennoch muss man klar stellen, dass die Schredderei EH geplant war und die Bewerbung der Verbrennung als eben solche zur Irritation führen sollte.
Außerdem finden wir folgenden Satz seltsam:
„Die HSG der Partei die PARTEI, versteht sich zwar als Satire, doch greift sie immer wieder in hochschulpolitische Prozesse ein, die für viele Student_innen bedeutende Auswirkungen auf ihr Studium haben.“

Satire ist ein politisches Mittel, also nutzt die Partei Satire um in die Politik einzugreifen. Da hat also kein „dennoch“ in dem Satz zu stehen! Alternativ kann man den Satz natürlich auch einfach streichen.

In der Satire selbst ist, nicht nur als politsiches Mittel (wobei man auch fragen muss, ob überhaupt ein Lebensbereich unpolitisch sein kann), alles möglich. Wenn Studierende also wahre Freiheit haben möchten, sollen Sie die Satire FÜR SICH nutzen. Das, im Idealfall auftretende, erlösende Lachen kann eine befreiende Wirkung haben, die auch Historikern bekannst sein sollte: schließlich brach König Artus selbst in Lachen aus, als er den Riesen von Mont St. Michel tötete. Deshalb:
Seht das durch die Satire ausgelöste Lachen als Lachen für das Leben, gegen den Tod. Macht mit dem Lachen eure Gegner lächerlich. Gebt ihnen keinen Raum, Macht zu gewinnen und euch das Lachen zu verbieten.

Ob man über Hitler und den Nationalsozialismus lachen DARF ist eine schon ewig stattfindende Diskussion und die Partei die PARTEI hat dazu eine eindeutige Stellungnahme, die aus den Aktionen dieser hervor geht: JA, MAN DARF ÜBER HITLER LACHEN. Wir würden noch weiter gehen und sagen: MAN MUSS ÜBER HITLER LACHEN. Das widerum bedeutet nicht, dass Hitler weniger ernst genommen wird und der Nationalsozialismus auf einmal sympathisch ist. NEIN, Hitler war scheiße, der Nationalsozialismus war scheiße (und zwar in Gänze), der Nationalismus, der Faschismus, Sexismus, Homophobie, Xenophobie und co sind auch scheiße.
Nehmt diesen Mechanismen die Macht, indem ihr sie verlacht!

Bei Interesse geben wir gern weitere Literaturtips für Komiktheorien. Es gibt da auch einen erschwinglichen Reclam-Band zu.