Premiere: Erster Antrag der HSG für den StuRa!

Heute tagt der StuRa der Leibniz Uni Hannnover. Wir bringen den ersten Antrag ein und bleiben mit ihm auf unserer Linie:

Universität als unpolitischer Raum.

Antrag Stura Partei_dumm und glücklich

Zu näheren Erläuterung: PM vom 21.1.

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Universität ohne politische Räume! Zur politischen Lage an der Uni Hannover

Vergangene Woche machte unsere Hochschulgruppe in einer Vorlesung schon auf den Sozialdemokraten Stephan Reinisch aufmerksam und outete ihn in der selben Manier, wie einst Christina Krieger geoutet wurde. Damit wollten wir klar stellen, dass wir keine (partei)politischen Räume an der Universität wollen. Wir entsprechen ganz der Meinung des IPW, wenn wir darüber hinaus sagen, dass die Universität kein Ort weltanschaulicher Debatten sein kann und DARF. Leider können wir – abgesehen vom Fachrat Politik und den Berufspädagogen (wir sind nicht grün, rot, schwarz oder blau, wir sind für euch da!) und den Siloten (siehe PM vom 15.1.2014) – keine Tendenzen in der Studierendenschaft ausmachen, die ebenfalls nach diesem Ziel streben! Selbst der Studierendenrat Geschichte richtete eine AG mit dem Titel „politische Bildung“ ein.

Nachdem Die Linke.SDS während der letzten Legislatur seine Arbeit niederlegte, spaltet sich nun auch der RCDS auf. Die von zwei führenden RCDS Personen betriebene innere Zersetzung scheint Früchte zu tragen. Campus Grün ist nicht der Rede wert, muss aber im Auge behalten werden! Es darf nicht beim Parteienverbot enden! Über das Parteienverbot hinaus müssen alle kritischen Ansätze in Forschung und Lehre verbannt werden! Wir wollen daher nicht nur die Parteien (es gibt nur eine Partei „Die Partei“) aus der Uni verbannen, sondern weiterhin die Sozialpsychologie abschaffen und die so frei gewordenen Ressourcen in Bier investieren. Wir sehen darin die Chance, den Studierenden zu mehr Glück zu verhelfen.

Wer dumm ist und bleibt, lebt glücklich. Und vor allem Ruhig. Er hinterfragt keine gesellschaftlichen Strukturen und kann in Discotheken unter sich feiern. Und vor allem legt er keinen zivilen Ungehorsam an den Tag.

Wir begrüßen daher die Tendenzen am Institut für Soziologie, die Letzt verbliebene Stelle von Herrn Pohl abzuschaffen und damit die Sozialpsychologie für immer zu beerdigen. Auch die Strategie, kritische Fächer Stück für Stück zu unkritischen zu machen und so Denkverbote zu errichten um das Glück zu steigern begrüßen wir!

Tod der Interdisziplinarität! Tod der Fächervielfalt! Tod der KRITIK!

SPD-Politiker enttarnen! Keinen SPD-Kader an der Uni Hannover!!

unser Outing.

 

Hier nocheinmal der verlesene Text:

Nie wieder Kritik!

Seit dem Wintersemester 2009/10 studiert hier jemand zusammen mit euch, an der Leibniz Universität, der offen gegen Elitenbildung und Rüstungsforschung wettert: Stephan Reinisch studierte anfänglich den ihm offensichtlich zu unpolitischen Studiengang Wirtschaftsingenieur und nahm später zusätzlich ein Studium der Sozialwissenschaften auf. Dieser Studiengang basiert auf der unkritischen und empirischen Analyse des status quo der Gesellschaft unter der Prämisse von Objektivität der Wissenschaftler_innen. Wenn einer Person durch ein Studium Möglichkeit verschafft wird ihre eigene Meinung zu äußern und kritische Meinungsbildung bei Kommiliton_innen zu verankern, sehen wir es als notwendig an darauf zu reagieren.

Stephan Reinisch ist seit sieben Jahren in der SPD und hat es als Kopf der Juso Hochschulgruppe auf der sogenannten Kritischen Liste zweimal in Folge in den Senat der Universität geschafft. Darüber hinaus ist er seit Juni 2013 im Juso Landesvorstand und Landeskoordinator der Juso Hochschulgruppen Niedersachsens. Im seinem Sinne versucht er die Geschichte der Universität umzudeuten und ihr unter dem Deckmantel einer Zivilklausel die Grundlagenforschung zu verunmöglichen. Dabei hatte der ehemalige Hauptamtliche Vizepräsident Scholz noch auf die bis in den zweiten Weltkrieg zurückreichenden, standardmäßigen Kontakte mit deutschem Militär verwiesen. Stephan Reinisch hat es dennoch geschafft der Universität seinen Stempel aufzudrücken und die Zivilklausel im Leitbild zu verankern.

Stephan Reinisch und seine Brüder und Schwestern im Geiste werden nicht aufhören die Universität für ihre weltanschaulichen Auseinandersetzungen zu missbrauchen! Es gilt daher wachsam zu sein und der Lehre sowie der Hochschulpolitik ihre (kritischen) Inhalte zu entziehen. Wir studieren nicht um zwischendurch zu denken, sondern um später guten Gewissens arbeiten zu dürfen. Wir fordern mehr ideologischen Überbau für obsolet gewordene Institutionen, bzw. Institute!

Koalition mit den „Siloten und Soloten“

Obwohl wir zur Zählgemeinschaft Unicorniversity gehören und auf der Kritischen Liste kandidieren, erklären wir uns hiermit bereit, eine Koalition mit den Siloten und Soloten einzugehen. Diese Liste hat es verstanden, was es heißt INHALTE ÜBERWINDEN. Das mögen wir. Die Leute da haben Potential, das wollen wir nutzen.

Erste Sondierungsgespräche fanden schon statt – u.a. bei der vom AStA organisierten Veranstaltung „Listenvorstellung“ wurden die Standpunkte aussondiert. „Wir passen gut zusammen,“ sagt Pjotr Romanov , Kandidat für den StuRa, „lediglich ein Problem haben wir. Wir sind eindeutig für die Legalisierung jedweder Drogen auf dem Campus und in allen Wohnheimen. Die Siloten selbst verurteilen den Konsum von Cannabis auf ihren Partys jedoch zutiefst.“ Gudrun Henschke, ebenfalls Kandidatin für den StuRa, den Senat und den FakRa dazu: „Leider haben die Siloten die Zeichen der Zeit in diesem Punkt nicht richtig gedeutet. In Zeiten der Domestizierung der Studierenden benötigt es einen Ausgleich. Dieser kann im Drogenkonsum liegen. Deshalb müssen die Siloten zuerst ihre Thresenwache abschaffen, die eigens dafür da ist, darauf zu achten, dass keine Drogen in die Getränke ihrer Partygäste gegeben werden.“

Die Partei HSG erklärt sich jedoch optimistisch im Bezug auf eine Zusammenarbeit. Romanov dazu: „Über kleine Differenzen können wir hinweg sehen. Schließlich haben wir das bei den großen Parteien CDU und SPD gelernt.“